Publikationen

Arnold M. Fragmententfernung mit einer modifizierten Schlingentechnik. Endodontie 2016; 25:133-141.

Frakturierte NiTi-Instrumente sind vor allem aus gekrümmten Wurzelkanälen trotz guter Sichtbarkeit und Zugänglichkeit schwer zu entfernen, da sie sich aufgrund ihrer Spannung an die Außenkurvatur der Kanalwand drücken. Eine Aktivierung mit Ultraschall erhöht das Risiko einer wiederholten Fraktur und sollte bei einem solchen Fragment vermieden werden. Wie anhand mehrerer Fälle dargestellt, ermöglicht ein neues Hilfsmittel zur Fragmententfernung, der auf einer Schlingentechnik basierende „FragRemover“, bei minimalinvasiver Freilegung eine Entfernung von Fragmenten und anderen soliden Fremdkörpern (Silberstifte, Guttaperchaträger) aus dem Wurzelkanal.

Artikel Volltext: endo_2016_02_s0133

Arnold M. Entfernung schwer zugänglicher Fragmente aus dem Wurzelkanal mit einem neuen Hilfsmittel. Quintessenz 2015; 67: 145-156.

Schwer zugängliche Fragmente können orthograd mit dem neu entwickelten FragRemover unter Anwendung der Loop-Technik sicher und minimalinvasiv aus dem Wurzelkanal entfernt werden. Voraussetzungen für einen möglichst zahnhartsubstanzschonenden Eingriff sind die Zuhilfenahme einer optischen Vergrößerungshilfe bei gleichzeitiger koaxialer Lichtzufuhr und Erfahrungen im Einsatz der selektiven Ultraschallpräparation. Die Nutzung der digitalen Volumentomographie und der intrakoronalen Diagnostik ermöglicht eine exakte Befundung sowie Therapie und trägt zur Verringerung der Gefahr artifizieller Formveränderungen des Wurzelkanalsystems bei.

Arnold M. Interne Resorptionen – Ätiologie, Pathogenese, Diagnostik und Therapie. Zahnmedizin up2date 2015;6:1-22.

Resorptionen an Zahnhartgeweben treten physiologisch im Verlauf des Zahnwechsels an Milchzähnen auf. Das Vorkommen resorptiver Prozesse an bleibenden Zähnen stellt einen pathologischen Prozess dar, der
zu einem Abbau von Zahnhartgeweben führt. Unterschieden werden Resorptionen nach ihrer Pathogenese in externe und interne Resorptionen. Interne Resorptionen können nur auftreten, solange die Pulpa noch vital ist. Die Resorptionslakunen können erst im fortgeschrittenen Stadium radiografisch differenziert werden. In der Phase der aktiven Resorption sind die Lakunen gefüllt mit Granulationsgewebe. In Abhängigkeit zur Ausprägung können interne Resorptionen aufgrund ihres kontinuierlichen Zuwachses die Wurzel perforieren.

Entscheidend für den Erfolg der Zahnerhaltung ist die frühzeitige Diagnostik und Differenzialdiagnostik, sodass eine adäquate Therapie bestimmt werden kann. Insbesondere die Abgrenzung von primär externen Wurzelresorptionen hat einen entscheidenden Einfluss auf die prognostische Einschätzung und die therapeutischen Risiken.

Arnold M. Foetor ex ore und Halitosis bei endodontisch bedingter infektiöser Sinusitis maxillaris. Endodontie 2015; 24:381-386.

Schlechte Ausatemluft kann lokale oder systemische Ursachen haben. In der Mehrzahl der Fälle handelt es sich bei einem Foetor ex ore um die Folge einer mikrobiellen Plaqueentwicklung und mikrobiell induzierten Sulfidproduktion. Eine Karies- und Füllungstherapie sowie konsequente Prophylaxe und Zahnreinigung können in den meisten Fällen die Ursache entfernen. Bei fortbestehender schlechter Ausatemluft empfiehlt es sich, nach weitergehenden systemischen oder lokalen Ursachen zu suchen. In seltenen Fällen kann eine Halitosis auch als Folge einer mikrobiellen Infektion eines Wurzelkanalsystems auftreten. Im dargestellten Fall führte eine chronische apikale Parodontitis am wurzelkanalbehandelten Zahn 18 zu einer Fistel in den Sinus maxillaris und in Folge zu einer über Jahre fortbestehenden Geruchsbelästigung. Die endodontische Revisionsbehandlung mit Desinfektion des infizierten Wurzelkanalsystems ermöglichte es, die Ursache der Halitosis zu beseitigen.

Arnold M. Die Mikrosonde als Hilfsmittel zur Diagnostik und Therapie in der Endodontie – Erste Erfahrungen. Endodontie 2014;23(4):1-11.
Die in 4%iger Konizität gefertigten MC-Instrumente aus Edelstahl mit der Geometrie einer Kerr-Feile und abgewinkeltem langem Griff sind speziell für das Arbeiten unter optischer Vergrößerung mit Lupenbrille und Dentalmikroskop konzipiert. Die Instrumente erlauben bei axialem Druck das kontrollierte Durchdringen von Reizdentin und Wurzelfüllmaterialien, sodass sie sich für die endodontische Diagnostik und Therapie besonders gut eignen. Die MC-Hedströmfeilen sind hilfreich für die Korrektur schwieriger anatomischer Wurzelkanalkrümmungen und dienen zur Entfernung intrakanalärer Fremdmaterialien. Die Nutzung der modifizierten MC-Mikrosonden kann helfen, eine aufrechte Behandlungsposition einzuhalten. Ohne Sichteinschränkung gelingt es, kleinste Strukturen unter indirekter und vergrößerter Betrachtung innerhalb der Zugangskavität zu erkennen.

Arnold M. Frakturierte Instrumente: Ursachen und Möglichkeiten zur Reduzierung des Risikos, Entscheidungsstrategien, Entfernungsmethoden und Erfolgsprognose. SZBl 2014, 11:23-27

Mit einer Inzidenz von etwa 7 % handelt es sich bei einer Instrumentenfraktur um eine gelegentlich auftretende Komplikation im Verlauf einer Wurzelkanalbehandlung, die den Erhalt des Zahnes nicht beeinträchtigt aber die antimikrobielle Therapie erschwert.Extensive Entfernungsversuche stellen ein größeres Risiko für den Erfolg der Behandlung dar im Vergleich zu mikroinvasiven Techniken und sollten deshalb vermieden werden.Ob eine Entfernung zu empfehlen ist und welches Verfahren genutzt werden kann, muss sorgfältig abgewogen werden unter Nutzung aller diagnostischen Hilfsmittel.Insbesondere die intrakoronale Diagnostik (IKD) und die dentale digitale Volumentomographie (DVT) ermöglichen eine exakte Therapieplanung und können den Erfolg der Behandlung verbessern.

Arnold M. Die Revision endodontischer Misserfolge. Zahnmedizin up2date 2014; 4:363-387.

Die Revision endodontischer Misserfolge erfordert häufig die Korrektur mehrerer Problemstellungen auf engstem Raum. Insbesondere unvollständige Wurzelkanalfüllungen lassen weiter apikal gelegene Schwierigkeiten vermuten und sollten rechtzeitig erkannt und in eine mögliche Therapieplanung einbezogen werden. Die Anwendung der dentalen digitalen Volumentomografie (DVT) ermöglicht erstmals, die Anatomie des Zahnes und pathologische Prozesse der umliegenden Gewebe dreidimensional zu analysieren und die Ursachen für fortbestehende endodontische Erkrankungen besser zu diagnostizieren. Zur Minimierung der Strahlenbelastung des Patienten bleibt der Einsatz der zur- zeit nutzbaren DVT‐Geräte auf komplexe Fälle beschränkt. Unter Verwendung optischer Vergrößerungshilfen und minimalinvasiver Techniken gelingt es aktuell, mechanische und mikrobiologische Aufgabenstellungen zu lösen, sodass chirurgische Interventionen nur noch in seltenen Fällen erforderlich sind. Die erhöhten Erfolgsquoten auch bei Vorhandensein einer mikrobiellen Infektion sind abhängig von den jeweilig erfolgreich angewendeten substanzschonenden Techniken und einer konsequent aseptischen Therapie unter Verwendung von Kofferdam. Dabei kann die Anwendung von Ultraschall und der Self Adjusting File (SAF) die Reinigung und Desinfektion infizierter Wurzelkanalsysteme deutlich verbessern. Für einen dauerhaften Erfolg ist eine anschließende funktionell belastbare und dichte Aufbaufüllung und definitive koronale Versorgung wichtig, um Reinfektionen im Rahmen provisorischer Versorgungen oder Frakturen zu vermeiden.

Arnold M. Endo-Paro oder Paro-Endo-Läsionen.  Quintessenz 2014; 65:1-10.
In Verbindung stehende Läsionen endodontischen und parodontalen Ursprungs sind Spätkomplikationen im Verlauf einer chronischen Erkrankung mit der Möglichkeit einer akuten Exazerbation. Entscheidend für den Erfolg der Therapie ist die Ermittlung der primären Ursache der klinisch manifesten Erkrankung. Die anatomischen Wechselbeziehungen zwischen Parodont und Endodont erlauben eine Infektionsausbreitung und können die Diagnostik zusätzlich erschweren. Um Behandlungsfehler zu vermeiden und die Prognose zu verbessern, ist eine adäquate Therapie erst nach einer sorgfältigen Diagnostik möglich. Die Früherkennung morphologischer Besonderheiten und begünstigender Faktoren erlaubt eine gezielte Prophylaxe, so dass die Entstehung kombinierter Erkrankungen verhindert werden kann.

Arnold M. Die vertikale thermoplastische Wurzelkanalfüllung – Methodik, Möglichkeiten und Grenzen. Quintessenz 2013;64:1-8.

Die Anwendung der vertikalen thermoplastischen Kompaktion führt unter der Voraussetzung einer optimalen Aufbereitungsform der Wurzelkanäle zu reproduzierbar guten Ergebnissen. Das Verfahren ist universell für unterschiedliche Anforderungen des Wurzelkanalsystems nutzbar und lässt im Fall der Revision eine unkomplizierte Korrektur zu. Zur Aufrechterhaltung der Prozessqualität empfiehlt sich der Einsatz einer optischen Vergrößerung.

Arnold M. Systematik einer orthograden Fragmententfernung. Teil 2. Endodontie 2013;22:257-266.

Um die für eine erfolgreiche Fragmententfernung notwendige Gelassenheit, innere Ruhe und Zu­versicht für das auf engstem Raum stattfindende Verfahren über einen langen Zeitraum aufrecht erhalten zu können, kann eine systematische Herangehensweise hilfreich sein. Die Einhaltung der vorgestellten systematischen Herangehensweise kann ebenso in einer Verkürzung der Arbeitszeit zur Fragmententfernung resultieren. Mit dem vorgestellten Step­by­Step­Vorgehen gelingt es, auf voreilige Entfernungsversuche zu verzichten, Zahnhartsubstanz zu schonen und Fehler zu vermeiden.

Arnold M, Gäbler St. Ist eine Risikoabschätzung zum Einsatz von Devitalisationspasten in der Praxis möglich? Eine exemplarische Fallanalyse nach Anwendung von Toxavit. Quintessenz 2013; 64:811-819.

Die Nutzung von paraformaldehydhaltigen Devitalisationspasten wurde in einer Zeit noch nicht hinreichend entwickelter Anästhesieverfahren eingeführt und wird seitdem aus wissenschaftlicher und praktischer Sicht kritisch beurteilt. Unter den aktuellen Bedingungen der modernen Zahnheilkunde ist die Devitalisation mit paraformaldehyd- oder arsenhaltigen Präparaten nicht mehr zeitgemäß und birgt darüber hinaus erhebliche gesundheitliche Gefahren für den Patienten. Die Herstellerinformationen sind umfassend, jedoch noch immer unvollständig, so dass nicht alle typischen Risiken Berücksichtigung finden. Eine Risikoabschätzung ist aufgrund der anatomischen Variationen des Wurzelkanalsystems sowie pathologischer Veränderungen der Zahnhartsubstanz im konkreten Einzelfall nicht sicher möglich.

 

Arnold M. Methoden zur orthograden Entfernung frakturierter Wurzelkanalinstrumente. Teil 1. Endodontie 2013;22:159-169.

Die Entfernung eines Instrumentenfragments hat das Ziel, die Blockade eines präparierten Wurzelkanals zu überwinden, damit das Wurzelkanalsystem vollständig chemomechanisch bearbeitet und im Anschluss bakteriendicht verschlossen werden kann. Zusätzliche iatrogene Schäden während des Versuchs der Entfernung eines Fragments sollen durch die Auswahl einer geeigneten Methode vermieden werden, damit der langfristige Erhalt des Zahns nicht beeinträchtigt wird. Die Entfernung von Fragmenten ist in jedem Fall eine Ermessensfrage, die keine pauschale Therapie nach sich zieht. Je nach vorgefundener Situation muss der Entfernungsversuch abgewogen werden gegen die möglichen Risiken weitergehender Schäden an der Zahnhartsubstanz und angrenzender Gewebe.

Die Nutzung einer systematisierten Abfolge von Arbeitsschritten zur Fragmententfernung kann die Lösung der komplexen Aufgabenstellung erleichtern. Der Therapieablauf kann besser geplant werden, sodass der Zeitumfang und der Kostenrahmen besser bestimmt werden können. Die Integration der zahnärztlichen Assistenz in zeitintensive Ablaufprozesse durch Aufgabendelegation hilft, effektiver zu arbeiten.

 

Arnold M, Ricucci D, Siqueira J Jr. Infection in a complex network of apical ramifications as the cause of persistent apical periodontits: a case report. JOE 2013 Sep;39(9):1179-1184.

This article reports a case of persistent apical periodontitis lesion in a mesiobuccal root of a maxillary molar subjected to single-visit endodontic treatment. The treatment protocol followed endodontic standards including using nickel-titanium instruments with a working length ending 0.5 mm short of the apex, establishment and maintenance of apical foramen patency, irrigation with 5% NaOCl, smear layer removal, a final rinse with and ultrasonic agitation of chlorhexidine, and filling by the vertical compaction technique. Even so, the lesion in the mesiobuccal root became larger in size after 1 year 6 months, and periradicular surgery was performed. Radiographic control after 11 months showed that periradicular healing was almost complete. The root apex and the lesion were analyzed histologically and histobacteriologically. The lesion was diagnosed as a ‘‘pocket cyst,’’ and no bacteria were noted extraradicularly. The cause of continued disease was a heavy bacterial biofilm infection located in an intricate network of apical ramifications. Bacteria were also observed on the walls of one of the mesiobuccal canals packed between the obturation material and the root canal wall. This case report reinforces the need for treating the infected root canal as a complex system that possesses anatomic intricacies in which bacteria can spread and remain unaffected by treatment procedures. (J Endod 2013;-:1–6)

Arnold M, Friedrichs C, Tulus G, Verch S, Dennhardt H, Sanner F. Intrakoronale und intrakanaläre endodontische Diagnostik (IKD). Endodontie 2013;22:9-21. (Prämiert)

Die intrakoronale und intrakanaläre Diagnostik (IKD) sind Bestandteile der endodontischen Diagnostik. Während die intrakoronale Diagnostik vor Beginn einer Wurzelkanalbehandlung abgeschlossen ist, wird die intrakanaläre Diagnostik kontinuierlich während der Wurzelkanalaufbereitung fortgesetzt. Während der IKD werden objektive Befunde erfasst und dokumentiert, am effektivsten unter Nutzung einer optischen Vergrößerung und koaxialen Lichtzufuhr. Die IKD dient sowohl der Überprüfung der Verdachtsdiagnose, der Früherkennung möglicher Komplikationen einer endodontischen Therapie als auch der Früherkennung nicht erhaltungsfähiger Zähne. Daher ist sie vor Beginn und während einer Wurzelkanalbehandlung grundsätzlich zu empfehlen.

Arnold M. Anwendung der dentalen digitalen Volumentomographie in der Endodontie. Quintessenz 2013;64(1):85-96.

Die dentale digitale Volumentomographie (DVT) ermöglicht unter Zugrundelegung der rechtfertigenden Indikation eine dreidimensionale radiographische Darstellung und Beurteilung von Hartgeweben bis zu einer Größe von etwa 100 bis 120 μm. Die neue Art der Computertomographie (CT) nach dem Prinzip der Rückprojektion wird für Problemstellungen in der Endodontie generell als geeignetes diagnostisches Verfahren empfohlen. Im Vergleich zu CT-Aufnahmen ist die effektive Dosis moderner DVT-Geräte geringer, jedoch höher als die konventioneller zweidimensionaler Röntgenaufnahmen. Mit Hilfe von DVT-Aufnahmen lassen sich anatomische Besonderheiten hinsichtlich Wurzelform und Wurzelkanalanzahl ermitteln. Präoperative differenzialdiagnostische Fragestellungen in Bezug auf das Vorhandensein von Vertikalfrakturen, Perforationen oder Resorptionen können durch eine DVT-Aufnahme erstmals mit größerer Sicherheit verifiziert werden. Mit der DVT steht ein valides bildgebendes Verfahren für die exakte Ermittlung des Behandlungserfolges zur Verfügung, das auch als Grundlage für weitergehende epidemiologische Untersuchungen dienen kann.

Arnold M. Problemlösungen in der Endodontie. DVD Kompendium. Quintessenz Verlag 2012

„An gewöhnlichen wie auch ungewöhnlichen Fällen, in Routinesituationen wie auch in Prob- lemfällen demonstriert Michael Arnold, wie diese Situationen zunächst nüchtern analysiert, anhand der Analyse eine Strategie zur Problemlösung entwickelt und diese Strategie dann erfolgreich in die Praxis umsetzt werden kann…Im Mittelpunkt dieses DVD-Kompendiums stehen eindeutig die logischen und gut nachvollziehbaren Überlegungen zur Therapieplanung, die die Bedeutung eines ausgefeilten Konzepts in jeder endodontischen Behandlung unterstrei- chen. Problemanalyse und -lösung werden durch exzellente, über das Mikroskop aufgenommene Bildsequenzen verständlich und gut nachvollzieh- bar illustriert. Zusammen mit den brillanten Erläuterungen Michael Arnolds bietet jedes Video nicht nur eine Fülle praktischer Tipps, sondern auch und insbesondere Ansatzpunkte zur Optimierung der Therapieplanung.“

Prof. Dr. Michael Hülsmann, Göttingen u.a. Chefredakteur der Fachzeitschrift ENDODONTIE

Arnold M. Live-OP: Der obere zweite Prämolar – Mangement einer schwierigen Anatomie. Dental Video Journal / APW DVD Journal 3/2012.

Arnold M. Präendodontischer Aufbau und problemorientierte Gestaltung der endodontischen Zugangskavität. Quintessenz 2012; 63(4):439-448.

Die endodontische Zugangskavität ist die Pforte zum Erfolg einer Wurzelkanalbehandlung. Erst die richtige Dimension und Ausrichtung ermöglichen eine detaillierte präendodontische intrakoronale Diagnostik und das Auffinden aller Wurzelkanalstrukturen. Die spezifische Gestaltung der Kavität orientiert sich an der bereits zu Beginn der Behandlung analysierten Problemstellung und hilft, Fehler zu reduzieren und Zeit einzusparen. Die Voraussetzung für eine adäquate endodontische Zugangskavität ist jedoch der Ersatz der fehlenden Kronenwände. Der bakteriendichte zirkuläre Abschluss der klinischen Zahnkrone gegen das Milieu der mikrobiell besiedelten Mundhöhle bei gleichzeitiger Isolation unter Kofferdam trägt zur Vermeidung von Unfällen bei und ermöglicht ein konsequentes antimikrobielles Regime über den gesamten Verlauf der Wurzelkanalbehandlung.

Arnold M. Lupe und Dentalmikroskop im zahnärztlichen Alltag. Praxisausstattung II. Sonderbeilage Zahnärzteblatt 06/07 LZKS 2012:12-15.

Im Bemühen, dentale Strukturen genau beurteilen zu können, wer- den körperliche Fehlhaltungen eingenommen. Die hohe Konzen- trationsleistung während der zahnärztlichen Tätigkeit überdeckt häufig das akute Schmerzempfinden, so dass die Folgen einer fal- schen ergonomischen Behandlung erst mit Verzögerung wahrge- nommen werden (1). Langzeitschäden mit dauerhaften Schmerzen im Bewegungs- und Stützapparat sind meist irreparabel und können nach 10 und mehr Berufsjahren der Fehlbelastung häufig nur noch symptomatisch therapiert werden.

Die erschreckende Statistik, wonach zwischen 70 und 75 % der Zahnärzte mit mehr oder minder starken Schmerzen tätig sind, er- fordert dringend ein Umdenken in der Ausbildung und eine Neuori- entierung im beruflichen Alltag (2, 3).

Mithilfe einer verbesserten Visualisierung gelingt es, die Diagnostik zu verbessern und neue minimalinvasive Therapieverfahren anzu- wenden, bei gleichzeitig optimierter Ergonomie. Die Visualisierung steht in direkter Beziehung von optischer Vergrößerung und Zufuhr einer schattenfreien Ausleuchtung (4, 5).

Für eine aufrechte und entspannte Körperhaltung am Patienten resultiert in Abhängigkeit zur Körpergröße ein Arbeitsabstand von etwa 40 – 60 cm. Während sich der Patient in liegender Position befindet, erfolgt die Diagnostik und Therapie zumeist in indirekter Sicht über hochreflektierende Mundspiegel.

Visualisierung heißt nicht allein besser sehen, sondern besser und freudbetonter arbeiten.

Reitemeier B, Arnold M, Scheuch K, Pfeifer G: Arbeitshaltung des Zahnarztes. Zahnmedizinup2date 2012; 2: 147-170.

…Unabhängig von der visuellen Leistungsfähigkeit des Behandlers wird es in der beschriebenen Situation not- wendig, zur Beibehaltung des optimalen Arbeits- abstands eine vergrößernde Sehhilfe zu benutzen

[45, 46]. Je nach Aufgabenstellung sollte die Vergröße- rung variabel einstellbar sein. Bei einer Lupenbrille sind Vergrößerung und Arbeitsabstand nicht veränderlich. Je nach Bauart der Lupe und gewählter Vergrößerung kann das Gewicht der Sehhilfe ihre dauerhafte Anwen- dung sogar erschweren. Die Nutzung eines Dentalmi- kroskops erlaubt Flexibilität bei der Wahl des Sehfelds und der Vergrößerung. Moderne Dentalmikroskope sind nicht mehr mit mechanischen Objektivwechslern ausgerüstet, sondern mit einem stufenlos regelbaren Varioskop. Damit gelingt es trotz Veränderungen bei Arbeitsabstand und Objektgröße, dauerhaft entspannt und aufrecht zu sitzen.

Arnold M. Minimalinvasive Fragmententfernung mithilfe der dentalen Digitalen Volumentomographie. Endodontie 2011; 20: 403-413.

Anhand von drei klinischen Behandlungsfällen an ersten Oberkiefermolaren mit Fragmenten im koronalen, mittleren und apikalen Wurzeldrittel konnte mithilfe der dentalen Digitalen Volumentomografie (DVT) die röntgenologische Befundaufnahme so verbessert werden, dass eine genaue Behandlungsplanung zur Entfernung der Fragmente möglich wurde. Zusätzliche artifizielle intrakanaläre Probleme konnten rechtzeitig analysiert und in die Planung einbezogen werden. Anzahl und Verlauf der Wurzelkanäle ließen sich reproduzierbar darstellen. Kleinste akzessorische Wurzelkanäle waren nur unter Sicht mit dem Dentalmikroskop sicher zu erkennen. Während der Revisionsbehandlung konnten die DVT Aufnahmen wiederholt zur Orientierung genutzt werden. Insbesondere in den nicht mehr einsehbaren Bereichen, unterhalb von Wurzelkanalkrümmungen, waren die Informationen zur Anatomie des Zahns für die minimalinvasive, sonoabrasive Präparation unter Sicht mit dem Dentalmikroskop sehr hilfreich, sodass es gelang, die Fragmente sicher und vollständig zu entfernen und intrakanaläre Stufen zu überwinden.

Trotz der Kosten und erhöhten Strahlenbelastung ist die DVT ein unverzichtbares Hilfsmittel für die Diagnostik und die Therapie komplizierter Revisionsbehandlungen. Die dreidimensionale Rekonstruktion, auch der angrenzenden Strukturen, ermöglicht eine bessere prognostische Gesamtbeurteilung und Abschätzung der Therapiealternativen

Arnold M. Grenzfall Zahnerhalt. Diagnostik, Entscheidungsfindung und Therapie eines komplexen Falls. Endodontie 2011; 20:325-335.

Das gleichzeitige Auftreten mehrerer schwieriger klinischer Probleme kann den Versuch der Erhaltung eines Zahns als wenig aussichtsreich erscheinen lassen. Technische Schwierigkeiten wie der Verschluss von Perforationen, die Entfernung intrakanalärer Fremdmaterialien oder die Überwindung von Obliterationen und Stufen können mit modernen technischen Hilfsmitteln unter Nutzung aktueller wissen¬schaftlicher Erkenntnisse und mit ausreichender klinischer Erfahrung überwunden werden. Damit werden Voraussetzungen für eine wirksame antimikrobielle Therapie geschaffen. In jedem Einzelfall gilt es, alle Möglichkeiten der Befundaufnahme zu nutzen, bevor eine abschließende Beurteilung und Therapie¬empfehlung erfolgt. Im vorliegenden Fall einer röntgenografisch scheinbar hoffnungslosen Ausgangssituation ließen sich anhand der klinischen Befundaufnahme die Ursachen der pathologischen Befunde ermitteln und ein Therapiekonzept zur Erhaltung der Zähne erfolgreich umsetzen.

Arnold M. Anatomie sowie mögliche Formen und Variationen von Wurzelkanalsystemen bleibender Zähne. Eine Übersicht mit klinischen Beispielen. Quintessenz 2011; 62:

Ohne Kenntnis der Entstehung des Wurzelkanalsystems gelingt es nicht, die mögliche Vielfalt der Anatomie von menschlichen Wurzelkanalsystemen in Erwägung zu ziehen und im Rahmen diagnostischer und therapeutischer Fragestellungen hinreichend zu berücksichtigen. Typische Häufigkeiten und Formen von Wurzelkanälen werden durch die Genetik bestimmt, darüber hinaus jedoch unter der Voraussetzung einer vitalen Pulpa auch durch externe und interne Reize beeinflusst. Der gewohnte, alltägliche Blick auf zweidimensionale Röntgenbilder vermag das Bewusstsein und die Wahrnehmung zu beeinträchtigen, so dass ein stark vereinfachtes Abbild vom tatsächlichen Wurzelkanalsystem resultieren kann. Mit der Einbeziehung des Dentalmikroskops und der dentalen Volumentomographie in die endodontische Diagnostik und Therapieplanung gelingt es besser, die individuelle anatomische Ausprägung rechtzeitig zu erkennen, so dass der Erfolg in der Wurzelkanalbehandlung verbessert werden kann.

Arnold M. Techniken zur Wurzelkanalfüllung. Bewertung und praktische Hinweise. BZB 2010; 60-65.

Nach einer bakteriellen Besiedlung des Endodonts und der Dentintubuli gelingt eine vollständige Eliminierung der pathogenen Keime nicht immer vollständig. Deshalb ist ein weiteres Ziel der Wurzelkanalfüllung, Mikroorganismen einen Substratzugang für ihren Stoffwechsel zu erschweren oder im besten Fall zu unterbinden. Damit diese Ziele erreicht werden können, sollen die Dentinkanälchen, der apikale Endpunkt der Wurzelkanäle, akzessorische Wurzelkanäle und Seitenkanälchen sowie Isthmen dauerhaft versiegelt werden. Das Wurzelkanalfüllungsmaterial soll dabei vor allem biokompatibel, nicht resorbierbar, bakteriostatisch, röntgenopak, dimensionsstabil, selbsthärtend und für den Fall einer Revisionsbehandlung wieder entfernbar sein. Als Standardtechniken haben sich solche durchgesetzt, die eine Kombination aus einem weichen Kernmaterial aus Guttapercha und einem erhärtenden Sealer verwenden. Grundsätzlich lassen sich kalte und warme Fülltechniken unterscheiden.

Arnold M, Tulus G. Mikroskopunterstützte endodontische Revisionsbehandlung. ZWP Spezial 2010; 12.

Die Revision einer Wurzelkanalbehandlung ist eine bewährte Therapie, natürliche Zähne trotz starker Destruktionen zu erhalten. Es werden die Ursachen einer fortbestehenden endodontischen Erkrankung ermittelt und korrigiert. Damit werden die Voraussetzungen für eine Ausheilung einer endodontisch bedingten Läsion geschaffen. Eine Abhängigkeit zwischen Größe der apikalen Aufhellung und der Indikationsstellung für eine ortho- oder retrograde Revisionsbehandlung besteht nicht. Die Erfolgsquoten sind abhängig von den jeweiligen Möglichkeiten, intrakanaläre Problemstellungen zu erkennen und zu überwinden. Die Nutzung eines Dentalmikroskops, die Anwendung einer minimalinvasiven, sonoabrasiven Präparationstechnik und die Verwendung von Ultraschall zur Reinigung und Desinfektion erweitern nicht nur das Therapiespektrum und die Möglichkeiten, natürliche Zähne zu erhalten, sondern stellen häufig die entscheidende Grundlage für eine kausale minimalinvasive Therapie dar.

Arnold M, Paque F: Klinisches Management x-förmiger Wurzelkanalkonfigurationen bei ersten Oberkiefermolaren. Endodontie 2010; 19:399-409. (Prämiert)

Die klinische Differenzierung der Wurzelkanalsysteme an ersten Oberkiefermolaren vom Typ II, VI und VII nach Vertucci kann den Erfolg einer Wurzelkanalbehandlung beeinflussen. Insbesondere bei infizierten Wurzelkanalsystemen und in Revisionsfällen besteht die Notwendigkeit, eine erneute Aufteilung des Wurzelkanalsystems rechtzeitig zu erkennen. Einige relativ sowie absolut sichere dia¬gnostische Hinweise ermöglichen die Differenzierung der unterschiedlichen Wurzelkanalverlaufsfor¬men. Das Dentalmikroskop mit Xenonbeleuchtung ist ein unabdingbares Hilfsmittel, um solche Wurzelkanalaufteilungen erkennen zu können. Die Anwendung einer minimalinvasiven, sonoabrasiven Präparation schafft die Voraussetzung für die vollständige mechanische Aufbereitung mit rotierenden NiTi-Instrumenten, die Desinfektion und einen dichten Verschluss.

Arnold M. Die Differenzierung einkanaliger und mehrkanaliger Unterkieferfrontzähne mit Hilfe des Dentalmikroskops. Endodontie 2010; 19:153-163.

Unter direkter Sicht gelingt mit einem Dentalmikroskop bei 16- bis 20facher Vergrößerung durch die Unterscheidung verschiedener typischer Lichtreflexionen am Dentin eine exakte Lokalisierung des Wurzelkanalsystems selbst bei Obliterationen. Die Analyse einer präoperativen Röntgenaufnahme, die minimalinvasive Darstellung der größten bukkolingualen Ausdehnung des Wurzelkanalsystems etwa 5 mm apikal der Schmelz-Zement-Grenze und die Anwendung eines speziellen Sondierungstests verbessern die Möglichkeit, komplexe Wurzelkanalstrukturen an Unterkieferfrontzähnen aufzufinden.

Arnold M. Die orthograde Revision einer Wurzelkanalbehandlung. Quintessenz 61:2010.

Die Revision einer Wurzelkanalbehandlung ist eine bewährte Therapie, natürliche Zähne zu erhalten. Es werden Voraussetzungen geschaffen, damit eine fortbestehende endodontisch bedingte Läsion abheilen kann. Eine Abhängigkeit zwischen der Größe der apikalen Aufhellung und der Indikationsstellung für eine ortho- oder retrograde Revisionsbehandlung besteht nicht. Die Erfolgsquoten sind abhängig von den jeweiligen Möglichkeiten, intrakanaläre Probleme zu überwinden. Die Nutzung eines Dentalmikroskops, der Einsatz einer minimalinvasiven, sonoabrasiven Präparationstechnik und die Verwendung von Ultraschall zur Reinigung und Desinfektion erweitern das Therapiespektrum und die Möglichkeiten, natürliche Zähne zu erhalten. In schwierigen Behandlungsfällen empfiehlt sich die Kooperation von allgemeinzahnärztlichen und auf Endodontie spezialisierten Praxen.

Arnold M. The dental microscope – basis for new and proven mehods in root canal treatment. Endo 2009; 3:205-214.

The use of a dental microscope is a scientifically researched and recognised method of optimising root canal treatment. Its use results in improved diagnostic and therapeutic accuracy and considerably expands treatment options. Many therapeutic problems can be successfully managed or avoided entirely. Well-established endodontic treatment methods can be checked more effectively and improved by the use of magnification. New therapeutic methods, such as ultrasonic-abrasive micro- preparation to manage and correct iatrogenically created ledges, can improve the prognosis of orthograde endodontic retreatment.

Arnold M. Die Entfernung von Thermafil-Wurzelkanalfüllungen. Endodontie 2009; 18:133-142.

Im Fall eines endodontischen Misserfolgs müssen gelegentlich auch Thermafil-Wurzelkanalfüllungen wieder entfernt werden. Die Technik der Entfernung der trägerbasierten Wurzelkanalfüllung muss die Eigenschaften des Füllmaterials berücksichtigen; sie unterscheidet sich von dem Vorgehen, das bei reinen Guttaperchafüllungen angewandt wird. Dieser Beitrag stellt ein differenziertes Arbeitskonzept für die Entfernung von Thermafilstiften vor.

Arnold M. Neue Möglichkeiten durch mikroskopunterstützte Zahnbehandlung. DFZ 2009 3:57-67.

Die erfolgreiche Therapie zum langfristigen Erhalt des natürlichen Gebisses wird durch die geringe Größe und die schwer erreichbare Position der zu behandelnden Zähne sowie die schlechten Sichtverhältnisse in der Mundhöhle beeinträchtigt. Die zumeist fehlende optimale Sichtkontrolle kann nur teilweise durch die Erfahrung des Praktikers kompensiert werden. Unzureichende Sichtbedingungen, insbesondere in der endodontischen Therapie, aber auch in allen anderen Bereichen der Zahnmedizin, begünstigen Fehler, und diese führen nicht selten zu Rechtsstreitigkeiten. Während andere medizinische Fachbereiche längst Mikroskope in der Therapie vergleichbar dimensionierter Gewebe nutzen, ist deren Einsatz in der Zahnmedizin noch immer selten. Die Vorzüge eines Dentalmikroskops, die in der Erleichterung der täglichen Arbeit und in einer Erweiterung der therapeutischen Möglichkeiten bestehen, überwiegen aber die Aufwendungen an Kosten und Zeit.

 

M. Arnold: Die Fragmentschlaufe: Ein neue Hilfsmittel zur orthograden Entfernung frakturierter Instrumente. Dtsch Zahnärztl Z 2007;62:D13

Während der mechanischen Erweiterung, Reinigung oder Applikation medikamentöser Einlagen in komplexen Wurzelkanalsystemen kann es zur intrakanalären Fraktur von Hilfsmitteln kommen. Zu den häufigsten Fragmenten zählen Hedströmfeilen, Lentulos und Nickel-Titan-Feilen mit einer Inzidenz von 3-5%. Die erfolgreiche und substanzschonende orthograde Entfernung frakturierter Instrumente aus einem Wurzelkanal ist abhängig von verschiedenen Faktoren. Dazu zählen unter anderem die Materialeigenschaften des Fragments, die Länge und die Größe sowie die Lage im Wurzelkanal. Die technische Ausrüstung einer Praxis und die Anwendung der minimalinvasiven sonoabrasiven Präparation unter Sicht mit einem Dentalmikroskop können die Prognose verbessern. Die zur Verfügung stehenden Hilfsmittel zur Entfernung von Fragmenten erfordern aber zumeist einen hohen intrakanalären Substanzabtrag. Insbesondere Fragmente in mittleren und stark gekrümmten Wurzelkanälen oder Fragmente mit apikaler Lage lassen sich mit den vorhandenen Hilfsmitteln nicht schonungsvoll entfernen, so dass Spätkomplikationen den Erhalt des Zahnes in Frage stellen können.

Als ein neues Hilfsmittel für den auf Endodontie spezialisiert tätigen Zahnarzt wird die Fragmentschlaufe vorgestellt. Insbesondere extrem schwer entfernbare apikal extrudierte Fragmente und innerhalb einer Wurzelkanalkrümmung eingeklemmte Instrumente lassen sich mit dem individuell sehr flexiblen Hilfsmittel unter Kontrolle mit einem Dentalmikroskop entfernen. Anhand drei exemplarischer Fälle wird die Anwendung und Methode der Fragmentschlaufe demonstriert und diskutiert.

 

Arnold, Baumann: Das Dentalmikroskop. in: Baumann, Beer: Endodontologie Farbatlas der Zahnmedizin. Thieme Verlag 2007.

Arnold M: Palato-radicular groove associated with a bi-rooted maxillary incisor: a case report. Endo 2007; 3:205-213.

This report describes a rare palato-radicular groove in a maxillary lateral incisor with an accessory root and an atypical root canal. Failure to identify the presence of the palatal groove allowed infec- tion to persist, which led to palatal swelling and labial fistula. During endodontic retreatment of the infected root canal, an accessory root with a second root canal was detected. Owing to the extent of the circumferential bone loss and the atypical root canal, the second root was resected. Histological analysis of the resected root suggested there was reparative dentine in the deep groove and several accessory canals. The structure of the reparative dentine was irregular. In the apical third of the resected root, the canal was oval with a wide slit-type aperture. It was possible that the com- bination of the deep groove and the accessory canals with the atypical communication to the peri- odontal ligament was the reason for retrograde pulp inflammation and pulp necrosis. Rapid healing after surgical treatment was observed. At the 6-month follow-up examination, the pa- tient was symptom-free. No swelling or exudation was present. Radiographic investigation of the lateral bone defect showed the beginning of ossification and healing.

Arnold M: Visualisierung in: Hülsmann & Schäfer: Probleme in der Endodontie, 2007, Quintessenz Verlag

Arnold M: Wurzelkanalaufbereitung unter Sicht eines Dentalmikroskops, APW DVD Journal 2, Quintessenz Verlag 2007.

Arnold M: Wurzelkanalfüllung unter Sicht eines Dentalmikroskops, APW DVD Journal 3, Quintessenz Verlag 2007.

Arnold M: Das Dentalmikroskop – Grundlage für bewährte und neue Verfahren bei der Wurzelkanalbehandlung. Endodontie 2007; 16:105-114.

Die Anwendung des Dentalmikroskops stellt ein wissenschaftlich untersuchtes und anerkanntes Verfahren zur Optimierung der Wurzelkanalbehandlung dar. Seine Nutzung ermöglicht eine hohe di- agnostische und therapeutische Sicherheit und erweitert das therapeutische Spektrum erheblich. Mit seiner Hilfe lassen sich viele Problemsituationen vermeiden und erfolgreich bewältigen. Bewährte endodontische Therapieverfahren können unter Vergrößerung besser kontrolliert und optimiert wer- den. Neue Therapieverfahren, wie beispielsweise die sonoabrasive Mikropräparation zur Überwin- dung und Korrektur iatrogen präparierter Stufen, können die Prognose der orthograden Revisions- behandlung verbessern.

Klimm W, Arnold M, Garte G: Aktuelle Aspekte der Wurzelkanalaufbereitung. Sächsisches Zahnärzteblatt, Sonderbeilage Endodontie 2006.

Arnold M, Garte G, Klimm W: Gegenwärtige Stand der Wurzelkanalfüllung. Sächsisches Zahnärzteblatt, Sonderbeilage Endodontie 2006.

Arnold M, Klimm W. Das Dentalmikroskop in der studentischen Ausbildung. Endodontie 2004; 13:37-46.

Das Dentalmikroskop stellt nicht nur in der Therapie, sondern auch in der Lehre ein hervorragen- des Hilfsmittel dar. Die schattenfreie Ausleuchtung, die Tiefenschärfe, die variable zwei- bis 25fache Vergrößerung und die Möglichkeit einer direkten Mitbeobachtung über Videosysteme ermöglichen ein exaktes Arbeiten und eine detailscharfe Demonstration unter höchsten Qualitätsansprüchen. Das durch das Dentalmikroskop in die Praxis umgesetzte Prinzip „Sehen und gesehen werden“ trägt darüber hinaus zur Sicherheit der Behandlung am Patienten und zur besseren Vorherbestimmbarkeit des angestrebten Therapieergebnisses bei. Ausgehend von den ersten Erfahrungen im Kurs „Zahnerhaltungskunde I“ erscheint eine grundsätzliche Nutzung von Dentalmikroskopen in der endodontischen Diagnostik und Therapie im Rahmen der zahnärztlichen Ausbildung unter dem Aspekt der Qualitätssicherung als gerechtfertigt und empfehlenswert.

Arnold M, Hoffmann Th, Klimm W: Diagnostik und Therapie einer internen entzündlichen Resorption mit radikulärer Perforation. Die Quintessenz 2000; 51:7-14.

Pathologische Resorptionen an menschlichen Zähnen wurden nach Trauma, extremer präparationsbedingter Hitzeeinwirkung, Stoffwechselstörungen der Nebenschilddrüse, orthodontischer Zahnbewegung, Parodontalbehandlung, internem Bleichen avitaler Zähne, Zahntransplantation und Applikation alloplastischer Implantatmaterialien beobachtet. Im vorliegenden Beitrag wird bei einer 45-jährigen Patientin die Diagnostik und Therapie einer fortgeschrittenen internen entzündlichen Resorption am Zahn 14 dargestellt. Ursache für die Resorption war eine irreversibel geschädigte Pulpa, hervorgerufen offenbar durch das Eindringen von Mikroorganismen über einen zervikobukkal gelegenen keilförmigen Defekt. Die lokale Infektion führte zur Umbildung der Pulpa in ein resorptives Granulationsgewebe. Die Resorption dehnte sich nach apikal aus und perforierte die bukkale Wurzel. Durch eine Kombination von konventioneller Wurzelkanalbehandlung und endodontischer Chirurgie konnte der Zahn trotz der fortgeschrittenen Resorption erhalten werden.